dimanche 13 juillet 2014

Abnehmen Wie man wirklich Gewicht verliert

Abnehmen Wie man wirklich Gewicht verliert

Auf Fett verzichten? Ein Kilo Gewichtsverlust pro Woche? Fünf kleine Mahlzeiten statt drei grosse? Alles falsch! Die Ernährungswissenschaft hat beim Thema Abnehmen dazugelernt.


Zaubermittel Suppe

Suppen sind die Nummer eins, wenns ums Abnehmen geht. In verschiedenen Experimenten konnte nachgewiesen werden, dass sie Hunger reduzieren können: Mit einer Suppe als Vorspeise und darauffolgender Hauptmahlzeit nimmt man
insgesamt rund ein Fünftel weniger Nahrungsmenge und Kalorien auf.
Ein weiteres Experiment beweist, dass ein aus einzelnen Lebensmitteln bestehendes Gericht, zu dem ein Glas Wasser getrunken wird, weniger gut sättigt als ­dieselben Zutaten zu einer Suppe püriert. Offenbar verweilt eine Suppe länger im Magen. Wenn noch etwas Fleisch oder Fisch darin ist, hält die Sättigung noch länger an – verantwortlich ist eine Hormon­ausschüttung nach dem Proteinkonsum.
Tipp: Essen Sie Fleischsuppe mit viel Ge­müse, bis Sie satt sind. Oder beginnen Sie Ihre Mahlzeiten mit einer Gemüsesuppe.

Frühstück muss nicht sein

Wer morgens keinen Hunger hat, soll aufs Frühstück verzichten. Die dadurch eingesparten Kalorien werden im Verlauf des Tages nicht mehr eingeholt, was das Abnehmen unterstützt. Wer allerdings ohne Frühstück völlig ungeniessbar ist, sollte ­eines wählen, das möglichst lange sättigt.
Tipp: Kein Frühstück oder ein nachhaltiges wie Rührei mit Schinken, Tomaten, Gurken und etwas Lachs. Dafür darf das Mittagessen etwas bescheidener ausfallen.

Zwei bis drei Mahlzeiten sind besser als fünf

Wer dauernd futtert, hat dauernd einen ­erhöhten Insulinspiegel. Nur wenn dieser absinkt, kann der Körper Fettdepots anzapfen. Regelmässige Pausen zwischen Mahlzeiten entlasten den Organismus. Mahlzeiten auslassen kurbelt den Fettstoffwechsel an. Wer figurbewusst ist, sollte deshalb zwei- bis dreimal pro Tag essen. Wichtig ist, dass man richtig satt wird, also viel Eiweiss, Nahrungsfasern und Nahrungsvolumen zu sich nimmt.
Tipp: Pausieren Sie zwischen den Mahlzeiten für mindestens vier bis fünf Stunden.

Gürtel statt Waage

Die Waage ist ein schlechtes Instrument zur Beurteilung der Figur. Besser misst man denTaillenumfang. Frauen mit ­einem Taillenumfang über 80 Zentimeter und Männer mit einem über 94 Zentimeter ­haben ein nachweislich erhöhtes Risiko, dereinst an Diabetes Typ II oder Herz-Kreislauf-Krankheiten zu erkranken.
Wichtig zu wissen ist hier: Ein Kilogramm Fett ist dreimal so voluminös wie ein Kilogramm Muskeln. Wer also weniger isst und gleichzeitig mehr Sport betreibt, sieht das Resultat der veränderten Lebensweise vielleicht gar nicht auf der Waage, kann aber den Gürtel trotzdem spürbar enger schnallen. Sicher ist: Zum Abnehmen gehört neben der Ernährungsumstellung auch mehr Bewegung. Heute wird neben dem Ausdauertraining auch ein Krafttraining empfohlen. Dadurch erhöht sich der Kalorien-Grundumsatz des Körpers.
Tipp: Messen Sie Ihren Gewichtsverlust an Ihrer Lieblingsjeans. Wenn diese lockerer zu sitzen beginnt, sind Sie auf dem rich­tigen Weg. Im Idealfall essen Sie zwei Stunden nach dem Sport nichts, damit die Fettverbrennung ungestört weiterläuft.